diesseits 125: Wie umgehen mit Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und Co?

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Bearbeitete Illustration von Nicolas de Larmessin; Cover-Ausschnitt der aktuellen "diesseits"
Die neue Ausgabe der diesseits setzt sich kritisch mit neuen Technologien und unserem Umgang damit auseinander und beleuchtet diesbezügliche Herausforderungen und ethischen Fragen.

Der technische Fortschritt verläuft exponentiell: Er hat sich in den vergangenen Jahrzehnten beschleunigt – und nimmt immer schneller an Fahrt auf. Bei vielen Menschen erzeugen diese Entwicklungen verständlicherweise auch Ängste. Denn wie sollen wir sicherstellen, dass die Technologien zum Nutzen der Menschheit eingesetzt werden? Auf der anderen Seite sehen manche Posthumanist*innen zuversichtlich einer Singularität entgegen, in der die biologische Evolution des Menschen zu einem technischen Abschluss kommt…

Eine blinde Technikgläubigkeit wäre ebenso absurd wie eine reflexartige Ablehnung neuer Technologien. Die Technik ist nur das Werkzeug: Wie eigentlich immer macht unser Verhalten als Menschen den großen Unterschied. Wir sollten als Gesellschaft nicht davor zurückschrecken, ihren Einsatz zu reglementieren oder auch gesellschaftlich zu fördern. Um hier die richtigen Entscheidungen treffen zu können, müssen wir uns aber zunächst informieren, über die Auswirkungen einzelner Technologien intensiv nachdenken und in einen gesellschaftlichen Dialog treten. Wir sollten uns offen, aber kritisch mit Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Digitalisierung beschäftigen, Denkrichtungen wie den Transhumanismus hinterfragen und über ethische Fragestellungen nachdenken, wie sie beim Autonomen Fahren entstehen. Dazu möchten wir mit dieser Ausgabe einladen – und gerne auch dazu, mit uns in den Austausch zu treten, z.B. mit einem Leserbrief an redaktion@diesseits.de.

Wer diesseits als Printmagazin oder im Abo lesen möchte, sendet einfach eine Anfrage an abo@diesseits.de. Die gesamte Ausgabe gibt es außerdem (in geringer Auflösung) hier auch zum kostenlosen Download.

Wir wünschen eine interessante Lektüre!

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Unsere letzten Pressemitteilungen

Irreführende Verknüpfung in der Anhörung zur Suizidhilfe im Rechtsausschuss

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages hat seine Anhörung am 28. November mit dem verqueren Titel „Sterbebegleitung/Suizidprävention“ überschrieben. Damit folgt er der Agenda der bisher größten interfraktionellen Gruppe von Abgeordneten um Castellucci, die sich erneut für ein weitgehendes Verbot von Suizidhilfe stark machen, also eine Neuauflage des im Jahr 2020 durch das Bundesverfassungsgericht gekippten Strafbarkeitsparagrafen 217 anstreben. Gleichzeitig haben die Wortführer*innen einen Antrag zur Suizidprävention eingebracht. Durch dieses Junktim zur Sterbebegleitung und Suizidprävention lenkt die Abgeordnetengruppe von ihrer verfassungswidrigen Strafrechtsnorm ab. Zudem bedeutet der vom Rechtsausschuss aus der Palliativ- und Hospizversorgung übernommene Begriff „Sterbebegleitung“, dass Hilfe beim Sterben unheilbar Kranker geleistet wird. Hingegen geht es beim Gesetzgebungsverfahren in den Entwürfen um Suizidhilfe in jeder Lebenslage. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert dieses strategische Ablenkungsmanöver von Castellucci u. a. aufs Schärfste und warnt die anderen Abgeordneten, sich hiervon irreführen zu lassen.

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