Zum Welthumanist*innentag: Humanismus braucht Begegnung!

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Lydia Skrabania

Bundesreferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Zum World Humanist Day: Humanismus braucht Begegnung
Jedes Jahr am 21. Juni feiern Humanist*innen auf der ganzen Welt den World Humanist Day. Doch in den letzten zwei Jahren mussten wegen der Pandemie viele Feste und Veranstaltungen abgesagt werden. Statt persönlicher Begegnungen waren wir aufs Digitale beschränkt. Wenn die Pandemie auch noch nicht vorüber ist, können wir uns an diesem wichtigen humanistischen Feiertag in diesem Jahr nun endlich wieder persönlich begegnen. Wir haben dazu Stimmen engagierter Humanist*innen eingeholt.

Christiane Friedrich, Vorstand des HVD Bundesverbandes und Landessprecherin der Humanistischen Gemeinschaft Hessen, hat hier aufgeschrieben, warum Begegnung und Austausch essenziell für den Humanismus sind:

Bild: privat

Endlich ist wieder möglich, was uns so lange gefehlt hat: Begegnung, Austausch und Beisammensein. Natürlich konnten wir miteinander in Kontakt bleiben, konnten miteinander sprechen und uns über Bildschirme sehen. Doch der digitale Kontakt ist ein unvollständiger Ersatz für echte persönliche Begegnungen, wo wir unsere gegenseitige Anwesenheit konkret spüren, einander körperlich wahrnehmen und mit allen Sinnen interagieren können. Ein lang ersehntes Aufatmen nach der Pandemie, das lang erwartete Wiedersehen! Das ist auch für unsere humanistische Feierkultur wichtig; unsere Jugendfeiern, die in diesem Jahr endlich wieder wie gewohnt von unseren Landesverbänden durchgeführt werden konnten, haben es gezeigt: Es gibt einen großen Wunsch nach Austausch und Begegnung. Denken wir auch daran, dass unsere humanistischen Werte, wie Solidarität, Verantwortung, Selbstbestimmtheit und Mitgefühl, vor allem in der persönlichen Begegnung gelebt werden. Menschlichkeit zeigt sich da, wo wir mit anderen zusammenkommen, sie zeigt sich, wenn wir mit anderen in Beziehung treten. Und nur so wird sie deutlich auch für andere, auch in die Gesellschaft hinein. Deswegen ist es so wichtig, dass wir unsere humanistischen Werte gemeinsam feiern und zelebrieren. Endlich können wir Humanist*innen uns wiedersehen – und wieder sichtbarer werden!

Was macht unseren praktischen Humanismus aus? Was ist uns wichtig in der humanistischen Begegnung? Wir haben dazu Stimmen engagierter Humanistinnen und Humanisten aus unseren Landesverbänden gesammelt. Viel Freude beim Lesen!

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Irreführende Verknüpfung in der Anhörung zur Suizidhilfe im Rechtsausschuss

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages hat seine Anhörung am 28. November mit dem verqueren Titel „Sterbebegleitung/Suizidprävention“ überschrieben. Damit folgt er der Agenda der bisher größten interfraktionellen Gruppe von Abgeordneten um Castellucci, die sich erneut für ein weitgehendes Verbot von Suizidhilfe stark machen, also eine Neuauflage des im Jahr 2020 durch das Bundesverfassungsgericht gekippten Strafbarkeitsparagrafen 217 anstreben. Gleichzeitig haben die Wortführer*innen einen Antrag zur Suizidprävention eingebracht. Durch dieses Junktim zur Sterbebegleitung und Suizidprävention lenkt die Abgeordnetengruppe von ihrer verfassungswidrigen Strafrechtsnorm ab. Zudem bedeutet der vom Rechtsausschuss aus der Palliativ- und Hospizversorgung übernommene Begriff „Sterbebegleitung“, dass Hilfe beim Sterben unheilbar Kranker geleistet wird. Hingegen geht es beim Gesetzgebungsverfahren in den Entwürfen um Suizidhilfe in jeder Lebenslage. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert dieses strategische Ablenkungsmanöver von Castellucci u. a. aufs Schärfste und warnt die anderen Abgeordneten, sich hiervon irreführen zu lassen.

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