Sie haben die falschen Schuldigen, Bischof Mixa!

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Als „eine Beweisführung mit umgekehrter Logik“ bezeichnet Dr. Horst Groschopp, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, die Ausführungen in der Osterpredigt des Bischofs.

„Nicht der Atheismus war schuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus und des Kommunismus, sondern die Unmenschlichkeit, der Wille und die Macht, die eigenen ideologischen Vorstellungen gewaltsam durchzusetzen. Das ist das Gegenteil von Humanismus und hat auch mit Atheismus nichts zu tun.“

Es ist ganz offensichtlich, dass politisch Konservative und fundamentalistisch eingestellte Kirchenvertreter in letzter Zeit nichts unversucht lassen, den religions-freien Humanismus als Gespenst aufzubauen. Studien belegen, dass immer mehr Menschen in Deutschland entweder nicht glauben oder aber in Distanz zu den großen Kirchen stehen. „Es schockiert uns, dass diese gesellschaftliche Entwicklung den Bischof veranlasst hat, den praktischen Humanismus, den wir jeden Tag für viele Menschen in Deutschland mit positiven Auswirkungen gestalten, in dieser Weise zu diffamieren“, so Dr. Groschopp weiter. Im Gegensatz zu vielen Religionen ist der Humanistische Verband als Weltanschauungsgemeinschaft, die sich die Verwirklichung der Menschenrechte zur Aufgabe gemacht hat, nicht missionarisch tätig und nimmt daher niemandem den Glauben, wie Mixa behauptet. Es sind die Menschen selbst, die sich vom Glauben verabschieden, ohne dabei den Glauben an die Menschlichkeit zu verlieren.

Es ist eine bewusste Verfälschung der Errungenschaften der Aufklärung, wenn der Atheismus in dieser Weise für die schlimmsten Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden soll. Wir verweisen zudem darauf, dass die Kirche bestenfalls eine zweifelhafte Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus gespielt hat.

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