HVD-Präsident gratuliert Margot Käßmann zum EKD-Vorsitz

Navigation
Pressekontakt
„Wir freuen uns, dass mit Frau Käßmann erstmals eine Frau an die Spitze der evangelischen Kirche gewählt worden ist. Ihre Ansichten zur Liebesehe und zur Empfängnisverhütung unterscheiden sich von anderen in den Kirchen. Hinsichtlich der Sterbehilfe haben wir mit sehr großem Interesse Öffnungen zur Kenntnis genommen. Auch darüber hinaus erwarten wir Humanistinnen und Humanisten ethische Dialoge, trotz der grundsätzlichen Unterschiede im Bekenntnis und teils gegensätzlicher Interessen der Organisationen, wie Pro Reli / Pro Ethik in Berlin gezeigt hat,“ sagt Dr. Horst Groschopp über die Wahl von Frau Käßmann. „Kulturkämpfe“ sollten künftig vermieden werden. Der HVD hoffe auf christlich-humanistischen Dialog.

Der HVD setzt dabei in der neu gewählten Spitze der EKD auf ein nicht nur missionarisch motiviertes Interesse an den Bedürfnissen konfessionsfreier Bürgerinnen und Bürger, die inzwischen mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland und in Ostdeutschland die Mehrheit ausmachen.

In seinem parallel zu dieser Erklärung veröffentlichten Glückwunschreiben spricht der HVD-Präsident Fragen der Pluralität in der öffentlichen Erinnerungs-, Gedenk- und Trauerkultur an. Er bittet zudem die Ratspräsidentin, sich dafür einzusetzen, dass in der Kirchenprovinz Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz die „Rasterfahndung nach Kirchensteuerflüchtigen“ eingestellt wird.

„Der HVD steht für Streitgespräche und Fachdebatten zur Verfügung“, schließt Dr. Groschopp sein Glückwunschschreiben.

Inhalt teilen

Unsere letzten Pressemitteilungen

Irreführende Verknüpfung in der Anhörung zur Suizidhilfe im Rechtsausschuss

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages hat seine Anhörung am 28. November mit dem verqueren Titel „Sterbebegleitung/Suizidprävention“ überschrieben. Damit folgt er der Agenda der bisher größten interfraktionellen Gruppe von Abgeordneten um Castellucci, die sich erneut für ein weitgehendes Verbot von Suizidhilfe stark machen, also eine Neuauflage des im Jahr 2020 durch das Bundesverfassungsgericht gekippten Strafbarkeitsparagrafen 217 anstreben. Gleichzeitig haben die Wortführer*innen einen Antrag zur Suizidprävention eingebracht. Durch dieses Junktim zur Sterbebegleitung und Suizidprävention lenkt die Abgeordnetengruppe von ihrer verfassungswidrigen Strafrechtsnorm ab. Zudem bedeutet der vom Rechtsausschuss aus der Palliativ- und Hospizversorgung übernommene Begriff „Sterbebegleitung“, dass Hilfe beim Sterben unheilbar Kranker geleistet wird. Hingegen geht es beim Gesetzgebungsverfahren in den Entwürfen um Suizidhilfe in jeder Lebenslage. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert dieses strategische Ablenkungsmanöver von Castellucci u. a. aufs Schärfste und warnt die anderen Abgeordneten, sich hiervon irreführen zu lassen.

Weiterlesen »
Scroll to Top