Resignation und Nihilismus eine Absage erteilen

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HVD erinnert an den morgigen Internationalen Weltfriedenstag.

Das Präsidium des Humanistischen Verbands Deutschlands (HVD) plädierte heute dafür, sich an die Bedeutung des Internationalen Weltfriedenstags zu erinnern, dessen Verkündung von den Vereinten Nationen vor 30 Jahren beschlossen wurde. Angestrebt wird unter anderem ein Tag des Waffenstillstands und der Gewaltlosigkeit auf der Erde. „Es gibt weiterhin gute Gründe, sich mit den dahinterstehenden Ideen an diesem Tag erneut ernsthaft auseinanderzusetzen“, sagte Frieder Otto Wolf als Präsident des HVD.

Die UN-Resolution zum Weltfriedenstag stellte fest, dass Kriege im Denken von Menschen beginnen und daher die Verteidigung des Friedens ebenfalls im menschlichen Denken anfangen muss. Politische und ökonomische Verträge wurden als nicht ausreichend für die Gewährleistung eines nachhaltigen und tragfähigen Friedens beurteilt. Die intellektuelle und moralische Solidarität der Menschheit müsse als Fundament dienen, erklärte die Resolution außerdem. „Die Aussagen haben bis heute nichts von ihrer Relevanz verloren“, sagte Wolf dazu.

Der Internationale Weltfriedenstag kann daher nicht nur dazu dienen, den Einsatz unzähliger nationaler oder internationaler Organisationen und Initiativen im Streben nach der Entwicklung einer friedlicheren globalen Gesellschaft zu würdigen. Der Tag könnte auch Anlass geben, um über die Voraussetzungen zu reflektieren, damit die Idee des Weltfriedenstags weiterhin als reale Utopie von verantwortungsbewussten Menschen erhalten, verbreitet und ihre Umsetzung in die Wirklichkeit gefördert werden kann.

Der Verbreitung von resignierenden und nihilistischen Haltungen, die dem Anliegen des Weltfriedenstags keine Bedeutung oder eine tatsächliche Unmöglichkeit attestieren wollen, darf dabei eine klare Absage erteilt werden. Wolf: „Jeder Mensch ist frei, persönlich eine pessimistische Haltung einzunehmen. Es erscheint aus humanistischer Perspektive aber angesichts großer Herausforderungen nicht legitim, diese Sichtweisen auch auf Menschen zu übertragen, die sich für die Ideen und das Ziel des Friedens zwischen den Kulturen der Erde einsetzen wollen. Das ist ein schützenswertes Anliegen.“

Frieder Otto Wolf meinte auch, dass es einen festen Plan für die Verwirklichung von dauerhaftem und nachhaltigem Frieden in der globalen Gemeinschaft nicht geben kann. Da das stetige Wachstum von friedlicheren Zuständen auf die Zusammenarbeit möglichst vieler Menschen angewiesen ist, sollten vielmehr die Kooperation und Konsensfähigkeit als wichtige Voraussetzungen gewürdigt werden. Offenheit gegenüber neuen Ideen sowie die kritische Reflexion müssen unverzichtbar bleiben. „Wissenschaftliche Erkenntnisse, die Fähigkeit zum Handeln auf Basis einer rationalen Vernunft sowie zur Empathie stellen für uns neben den Hoffnungen wirksame und effektive Mittel zur Minderung von Konflikten und Leid dar. Auf sie zu verzichten, wäre unvernünftig“, so Wolf schließlich. Humanistinnen und Humanisten sollten sich für die Initiativen und Organisationen einsetzen, die den Einsatz für Frieden auf der Welt auf diese Weise fördern, und ihre Mitmenschen ebenfalls dazu ermutigen.

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