Konfessionsfreie nicht aus dem Blick geraten lassen

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HVD bittet DOSB um Berücksichtigung der Interessen von konfessionsfreien Menschen bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

In einem Schreiben an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hat sich am Montag der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) dafür eingesetzt, dass die Interessen nichtreligiöser und konfessionsfreier Menschen bei den Olympischen Spielen 2012 nicht aus dem Blick geraten.

Hintergrund des Schreibens ist die Entwicklung eines Betreuungskonzepts im Umfeld der Spiele durch das Londoner Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2012, kurz LOGOC genannt, in dessen Rahmen im Olympischen Dorf unter anderem ein multireligiöses Glaubenszentrum einschließlich einer „Kathedrale der Religionen“ geschaffen werden soll. Derzeit sind Vertreter von neun Religionen an der Umsetzung beteiligt. Die Einbindung von zusätzlichen Betreuungsangeboten für die nichtreligiösen und konfessionsfreien Teilnehmer scheint jedoch in dieser Hinsicht bisher nicht vorgesehen zu sein.

Das Präsidium des HVD begrüßte zunächst das Bestreben, „im Umfeld des Ereignisses eine spirituelle Begleitung für die Sportler und Mitwirkenden anzubieten.“ Die sogenannte „Faith“-Initiative wurde mit Blick auf die weltweit vorhandenen Auseinandersetzungen zwischen Gruppen unterschiedlicher Religion und Kultur als „eine sinnvolle und gute Maßnahme“ beurteilt.

Verbandspräsident Frieder Otto Wolf bat ferner den DOSB, die Interessen nichtreligiöser und konfessionsfreier Menschen nicht aus dem Blick geraten zu lassen und gegenüber dem Olympischen Komitee und den Kolleginnen und Kollegen des LOGOC in England „auf die Einbeziehung von Vertretern humanistischer Organisationen hinzuweisen und sich für diese einzusetzen.“

Dabei stünden dem LOGOC in England die British Humanist Association und auf internationaler Ebene die European Humanist Federation sowie die International Humanist and Ethical Union als Ansprechpartner zur Verfügung.

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