„Keine Toleranz für Intoleranz“

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Humanistischer Verband Deutschlands unterstützt Kampagne gegen Hass-Propaganda in sozialen Netzwerken. Zunehmend nutzen Organisationen ebenso wie auch einzelne Fanatiker im In- und Ausland und andere soziale Netzwerke im Internet zur Verbreitung totalitärer und extremistisch motivierter Ideologien und Hass-Propaganda.

Die Erben der Rose ist die bundesweit erste Kampagne, die dagegen unter dem Motto „Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen“ ein Zeichen setzt. Die Kampagne ruft dazu auf, sich nicht zum Handlanger viraler Hetze im Internet machen zu lassen. Statt für Verbote oder Zensur tritt das im vergangenen November vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt initiierte Projekt dafür ein, dass die Nutzer von sozialen Netzwerken ein geschärftes Bewusstsein im Umgang mit manipulativen Inhalten entwickeln. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

„Propaganda ist der Versuch, durch manipulative Methoden die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Hass-Propaganda ist eine Verstärkung, sie zielt darauf ab, gegen Menschen anderer Kultur, Religion, Herkunft, sexueller Orientierung, gegen andere Länder oder gegen eine andere Volksgruppe Gefühle der Wut, des Zorns und des Hasses zu erzeugen“, lautet die Kurzdefinition der Initiatoren des Projekts. Um Nutzern der sozialen Netzwerke die Erkennung von Hass-Propaganda zu erleichtern, stellt die Kampagne u.a. erläuternde Erklärungen zur Funktionsweise sowie eine Checkliste zur Identifizierung von Propaganda und Hass-Propaganda zur Verfügung. Die Arbeit der Kampagne wird von Expertinnen mit langjähriger Erfahrung in der Film- und Medienbranche unterstützt. Den Aufruf des Projekts haben mittlerweile zahlreiche Einzelunterstützer und diverse Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft unterzeichnet. Auch der Humanistische Verband Deutschlands unterstützt den Aufruf von Die Erben der Rose.

Zur Unterstützung des Aufrufs sagte Frieder Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, am Montagnachmittag in Berlin: „Jede Propagierung absoluten Hasses gegen Individuen oder Gruppen ist inhuman und macht inhuman. Hass-Propaganda ist ein Missbrauch der Meinungs-, Rede und Kunstfreiheit und stellt einen Angriff auf humanistische Grundsätze dar.“

Die Verbreitung von Hass-Propaganda sei nicht auf Gruppen oder Individuen beschränkt, die aus religiösen oder rein politischen Motiven heraus handeln, sagte Wolf weiter. Und auch atheistisch oder agnostisch denkende Menschen seien nicht immun dagegen, Hass-Propaganda als Mittel für ihre Zwecke zu erwägen oder als Medienkonsumenten ihrer Wirkung zu erliegen. Daher sei die Kampagne „Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen“ als wertvoller Beitrag und Denkanstoß für eine friedliche und tolerante Gesellschaft zu begrüßen und zu unterstützen. „Keine Toleranz für Intoleranz – so lautet eine unserer Maximen. Hass und Intoleranz zerstören den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Deshalb müssen sich Humanistinnen und Humanisten auch in den sozialen Netzwerken nach allen Kräften daran beteiligen, der Verbreitung von Botschaften extremistischer und totalitärer Vorstellungen unabhängig von ihrer weltanschaulichen oder politischen Orientierung Einhalt zu gebieten.“

www.stoppt-hasspropaganda.de

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