Entsetzen und Trauer über die mörderischen Anschläge von Paris

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Humanistischer Verband: Eine stärkere Unterstützung für fortschrittliche und friedliche islamische Kräfte ist nötig.

Heute nehmen auch Humanistinnen und Humanisten in Deutschland Anteil an dem Leid der von den jüngsten Terroranschlägen betroffenen Menschen und trauern mit den Angehörigen der Toten. Trotz der entsetzlichen Taten darf Reflexen der Rache kein Raum geboten werden. Die europäische Gesellschaft, nichtreligiöse ebenso wie gläubige Bürgerinnen und Bürger, müssen sich gemeinsam der mörderischen Ideologie und ihren verblendeten Handlangern wirksam entgegenstellen.

Dabei dürfen sie sich nicht verblenden lassen, den IS mit dem Islam gleichzusetzen oder pauschal einen unbegrenzten „Krieg gegen den Terror“ zu beginnen, der Konflikte eskaliert, ohne klar definierbar strategische Zielsetzungen zu entwickeln.

Klar ist hier vor allem, dass alle Anstrengungen zur Befriedung der Lage und zum Einstieg in eine friedliche Lösung der zugrundeliegenden Konflikte verstärkt werden müssen. Dazu gehört auch, fortschrittliche islamische Kräfte bei ihren Bemühungen um Frieden, Freiheit und Humanität zu unterstützen.

Allen politischen Kräften, welche diese schrecklichen Mordtaten von Paris zum Vorwand nehmen, jetzt auf europäischer Ebene die Fehler des „Krieges gegen den Terror“ oder gar im Geiste eines „Krieges der Kulturen“ zu wiederholen und die Feindseligkeiten gegen alle Muslime eröffnen, treten wir Humanistinnen und Humanisten klar entgegen.

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Irreführende Verknüpfung in der Anhörung zur Suizidhilfe im Rechtsausschuss

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages hat seine Anhörung am 28. November mit dem verqueren Titel „Sterbebegleitung/Suizidprävention“ überschrieben. Damit folgt er der Agenda der bisher größten interfraktionellen Gruppe von Abgeordneten um Castellucci, die sich erneut für ein weitgehendes Verbot von Suizidhilfe stark machen, also eine Neuauflage des im Jahr 2020 durch das Bundesverfassungsgericht gekippten Strafbarkeitsparagrafen 217 anstreben. Gleichzeitig haben die Wortführer*innen einen Antrag zur Suizidprävention eingebracht. Durch dieses Junktim zur Sterbebegleitung und Suizidprävention lenkt die Abgeordnetengruppe von ihrer verfassungswidrigen Strafrechtsnorm ab. Zudem bedeutet der vom Rechtsausschuss aus der Palliativ- und Hospizversorgung übernommene Begriff „Sterbebegleitung“, dass Hilfe beim Sterben unheilbar Kranker geleistet wird. Hingegen geht es beim Gesetzgebungsverfahren in den Entwürfen um Suizidhilfe in jeder Lebenslage. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert dieses strategische Ablenkungsmanöver von Castellucci u. a. aufs Schärfste und warnt die anderen Abgeordneten, sich hiervon irreführen zu lassen.

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