Trauer nach Terroranschlägen in Brüssel

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HVD-Präsident Frieder Otto Wolf: Die europäische Gesellschaft braucht starke Stimmen, die den Ideologen hinter den Mordtaten authentisch und überzeugend entgegentreten.

„Ich bin entsetzt über die heutigen Terroranschläge in Brüssel. Wir trauern mit den Angehörigen, Freunden und Kollegen der dadurch getöteten Menschen. Diese Taten haben unsere Überzeugung bekräftigt, dass eine humanistische Lebensauffassung eine wesentliche Voraussetzung für die Schaffung und den Erhalt einer friedlichen und gewaltfreien Welt darstellt. Es ist deshalb unverzichtbar, durch eine darauf hinwirkende Bildung jeglichen Formen von Extremismus, Fanatismus, Fundamentalismus und den daraus hervorgehenden menschenverachtenden Haltungen den Boden zu entziehen“, sagte Frieder Otto Wolf am Dienstagnachmittag in Berlin.

Wolf sagte weiter: „Auch wenn sich herausstellen sollte, dass diese neuerlichen Akte barbarischer Gewalt aus religiös verstandenen Haltungen heraus begangen wurden, appellieren wir an die europäische Gesellschaft, angesichts des Terrors extremistischer Gruppierungen den Zusammenhalt mit den friedlich unter uns lebenden und an rationalen Diskursen teilnehmenden Gläubigen nicht durch Propagandisten von Fremden- und Rassenhass beschädigen zu lassen. Es ist stattdessen nötig, dass die friedlichen und toleranten Teile der muslimischen Gemeinschaften als Partner im Kampf gegen Extremismus und Gewalt in Anspruch genommen werden. Dies kann nur gelingen, wenn diese sich nicht permanent gegen Pauschalurteile und ungerechtfertigte Ressentiments verteidigen müssen. Starke muslimische Stimmen, die den Ideologen hinter den Mordtaten authentisch und überzeugend entgegentreten, sind wichtig.“

Aufgrund der Ereignisse in der belgischen Hauptstadt hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes entschieden, den Start des diesjährigen Themenjahres „Freier Glaube. Freies Denken. Gleiches Recht.“ um etwa zwei Wochen zu verschieben. Daher wird der Humanistische Verband den Bericht „Gläserne Wände“ zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland ebenfalls erst zum neuen Starttermin des Themenjahres an die 630 Abgeordneten des Deutschen Bundestages übergeben.

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