Wie geht Frieden?

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Sechster Band der Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Deutschland erschienen.

Frieden ist ein humanistischer Grundbegriff und eine humanitäre Praxis. Nachgezeichnet wird in dem Band Wie geht Frieden? Humanistische Friedensethik und humanitäre Praxis auf rund 200 Seiten, welche Bedeutung friedensethische Überlegungen in der griechischen Aufklärung und der römischen Republik, bei den Humanisten der Neuzeit und schließlich im modernen Humanismus nach 1945 hatten.

Neun Autorinnen und Autoren zeigen in elf Texten exemplarisch Friedenspraxis in Geschichte und Gegenwart: eine antike Geschichte über Flucht und Neugründung, Humanitarismus, deutsche Außenpolitik nach 1989. Zur Debatte nach einer humanistischen Seelsorge für Soldaten der Bundeswehr werden die unterschiedlichen Standpunkte – samt eines Ausblicks nach Belgien – präsentiert.

Mit Beiträgen von Hubert Cancik, Stefanie Hartmannsgruber, Thomas Heinrichs, Angelika B. Hirsch, Ralf Schöppner, Annie van Paemel, Heinz-Bernhard Wohlfarth, Frieder Otto Wolf und Andreas Zumach

Ralf Schöppner (Hrsg.)
Wie geht Frieden?
Humanistische Friedensethik und humanitäre Praxis
Alibri, Aschaffenburg 2017
197 Seiten, kartoniert
16 Euro
ISBN 978-3-86569-191-0

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Unsere letzten Pressemitteilungen

Irreführende Verknüpfung in der Anhörung zur Suizidhilfe im Rechtsausschuss

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages hat seine Anhörung am 28. November mit dem verqueren Titel „Sterbebegleitung/Suizidprävention“ überschrieben. Damit folgt er der Agenda der bisher größten interfraktionellen Gruppe von Abgeordneten um Castellucci, die sich erneut für ein weitgehendes Verbot von Suizidhilfe stark machen, also eine Neuauflage des im Jahr 2020 durch das Bundesverfassungsgericht gekippten Strafbarkeitsparagrafen 217 anstreben. Gleichzeitig haben die Wortführer*innen einen Antrag zur Suizidprävention eingebracht. Durch dieses Junktim zur Sterbebegleitung und Suizidprävention lenkt die Abgeordnetengruppe von ihrer verfassungswidrigen Strafrechtsnorm ab. Zudem bedeutet der vom Rechtsausschuss aus der Palliativ- und Hospizversorgung übernommene Begriff „Sterbebegleitung“, dass Hilfe beim Sterben unheilbar Kranker geleistet wird. Hingegen geht es beim Gesetzgebungsverfahren in den Entwürfen um Suizidhilfe in jeder Lebenslage. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert dieses strategische Ablenkungsmanöver von Castellucci u. a. aufs Schärfste und warnt die anderen Abgeordneten, sich hiervon irreführen zu lassen.

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