Ein Schritt vor, zwei zurück

Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert das fortdauernde Kondomverbot durch die Katholische Kirche.

„Man könnte darüber lachen, wenn es nicht für unzählige Menschen so fatale Folgen hätte: Der Papst ist bereit, im Falle von Prostituierten – seien diese nun männlich, weiblich oder transsexuell – eine Ausnahme vom Verbot der Kondombenutzung zuzulassen. Andere Gruppen bleiben außen vor: Die Frauen, die durch HIV-positive Männer infiziert werden; die Familien, die ein weiteres Kind nicht ernähren können, denen die für sie gerade noch bezahlbare Methode der Empfängnisverhütung durch Kondome aus religiösen Gründen aber verwehrt bleibt. Hier zeigt sich erneut die menschenverachtende Haltung der Katholischen Kirche, die das Leid Unzähliger in Kauf nimmt, nur um nicht an ihren Dogmen zu rütteln“, so Frieder Otto Wolf, amtierender Präsident des HVD.

Auch positive Interpretationen, wie die des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch,  gerade diese Stellen des Interviews würden die tiefe Einfühlsamkeit des Papstes zeigen, der sich auch in schwierige Lebenslagen von Menschen hineindenkt, „ändern nichts an der Tatsache, dass der Papst seine fundamentalistischen Positionen auch in dem soeben veröffentlichten Interview-Band bekräftigt. In diesem Sinne muss man konstatieren: Hier wurde die Chance vertan, katholische Glaubensgrundsätze der heutigen Realität anzupassen.“

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