HVD-Präsident gratuliert Kardinal Reinhard Marx zur Wahl

Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz soll die Verantwortung der Kirche für das Wirken von Christen weltweit stärker in den Blick nehmen.

Der Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, Frieder Otto Wolf, hat dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, zur Wahl gratuliert. Kardinal Marx wurde während der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am vergangenen Mittwoch zum Nachfolger des scheidenden Vorsitzenden der DBK, Robert Zollitsch, gewählt.

In einem Brief vom Wochenende schreibt Wolf, die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz habe „einen Theologen gewählt, der sich persönlich in internationalen Zusammenhängen engagiert und deshalb mit den vielfältigen Krisenlagen, aber auch mit der religiösen und weltanschaulichen Pluralität, die es heute in Europa gibt, bestens vertraut ist.“ Kardinal Marx ist unter anderem Mitglied des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden sowie Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft.

Im Schreiben äußert Wolf mit Verweis auf den wachsenden Anteil konfessionsfreier Menschen in Deutschland und die fortschreitende weltanschauliche Pluralisierung seine Erwartung, dass sich Kardinal Marx in den nächsten Jahren für einen „offenen und angemessenen Dialog mit den Nicht-Glaubenden sowie für die von unserem Grundgesetz vorgeschriebene Gleichbehandlung der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften einbringen“ wird.

Außerdem ruft er den neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz auf, die Verantwortung der Kirche für das Wirken von Christen weltweit in den Blick zu nehmen. Diese seien „teilweise selbst eine Quelle der Verfolgung und Herabwürdigung, die sich gegen Frauen, Nicht-Glaubende oder die Menschen richtet, die keine heterosexuelle Identität haben. Eine Kirche, die den Anspruch hat, zeitgemäße Orientierungen zu besitzen und diese an Universitäten oder im öffentlichen Raum zu vertreten, darf hier ihre Pflichten als global wirkende Glaubensgemeinschaft nicht ignorieren“, so Frieder Otto Wolf.

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