Internationaler Frauentag: Errungenschaften der Gleichberechtigung verteidigen

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Beitragsbild: Markus Spiske/unsplash

Zum Internationalen Frauentag erinnert der Humanistische Verband Deutschlands daran, dass die Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen keine Selbstverständlichkeit sind. Gerade in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit geraten mühsam erkämpfte Rechte unter Druck. Der Verband ruft dazu auf, diese Errungenschaften aktiv zu verteidigen und Wege zu finden, mit den Herausforderungen der Gegenwart umzugehen – ohne in überholte Geschlechterrollen zurückzufallen.

In vielen Ländern – und zunehmend auch in Europa – geraten grundlegende Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte unter politischen und gesellschaftlichen Druck. Rechtspopulistische und rechtsextreme Bewegungen propagieren vermehrt ein rückwärtsgewandtes Verständnis von Geschlechterrollen. Unter dem Versprechen von Ordnung und Sicherheit werden traditionelle Rollenbilder neu aufgeladen und gesellschaftliche Vielfalt als Bedrohung dargestellt. Diese Entwicklung zielt nicht selten darauf ab, Frauen wieder stärker auf familiäre und reproduktive Funktionen zu reduzieren und mühsam erkämpfte Freiheitsrechte infrage zu stellen.

Der Humanistische Verband Deutschlands sieht darin eine problematische politische Dynamik. Historische Erfahrungen zeigen, dass gesellschaftliche Krisen häufig mit dem Wunsch nach einfachen Antworten und klaren Hierarchien einhergehen. Doch die Rückkehr zu traditionellen Geschlechterordnungen kann weder gesellschaftliche Komplexität lösen noch Sicherheit schaffen.

„Gerade in Zeiten großer Verunsicherung wächst die Sehnsucht nach einfachen Ordnungen. Doch eine Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse ist keine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit“, erklärt Katrin Raczynski, Vorstandssprecherin des Humanistischen Verbandes Deutschlands. „Die Freiheit von Frauen – ihre Selbstbestimmung, ihre Teilhabe und ihre Autonomie – gehört zu den großen zivilisatorischen Fortschritten moderner Gesellschaften. Diese Errungenschaften dürfen nicht Schritt für Schritt politisch zurückgedreht werden.“

Aus humanistischer Perspektive sind Gleichberechtigung und individuelle Selbstbestimmung zentrale Grundlagen einer offenen Gesellschaft. Der Verband ruft dazu auf, die Fortschritte der Gleichstellung aktiv zu verteidigen und gleichzeitig neue Wege zu finden, mit den realen Unsicherheiten der Gegenwart umzugehen – ohne in überholte gesellschaftliche Rollenmuster zurückzufallen.

Der Internationale Frauentag erinnert daran, dass Gleichberechtigung kein abgeschlossener Zustand ist, sondern eine fortdauernde gesellschaftliche Aufgabe.

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