HVD gründet Fachausschuss „Humanistische Seelsorge“

Navigation
Pressekontakt
Lydia Skrabania

Bundesreferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Erwin Kress

Vorstandssprecher des Bundesverbandes

Symbolbild: Beim Delegiertenrat am 12. Juni 2021 wurde ein Fachausschuss für Humanistische Seelsorge und Lebensberatung gegründet.
Symbolbild: Beim Delegiertenrat am 12. Juni 2021 wurde ein Fachausschuss für Humanistische Seelsorge und Lebensberatung gegründet.

Beitragsbild: cottonbro

Beim Delegiertenrat des HVD Bundesverbandes am letzten Samstag wurde ein neuer Fachausschuss gegründet, außerdem wurden zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt, sodass der Bundesvorstand nun wieder voll besetzt ist.

Am vergangenen Samstag, dem 12. Juni 2021, kamen Delegierte der HVD-Landesverbände zu einem virtuellen Delegiertenrat zusammen. Eines der wichtigsten Ergebnisse dieses Tages war die Gründung des Fachausschusses „Humanistische Seelsorge und Lebensberatung“. In der Begründung zur Einrichtung des Fachausschusses heißt es:
Es braucht ein professionelles Angebot zur Unterstützung der ethischen und weltanschaulichen Orientierung für Menschen in Lebenskrisen und darüber hinaus auch in alltäglicheren Situationen – bei der Gestaltung von Lebenskunst, Lebenssinn und Identität in verschiedenen Lebensabschnitten. Dieses Angebot muss weltanschaulich auf der Basis des Humanismus und darüber hinaus auf Basis der Erfahrung eines geteilten Menschseins Menschen begleitend zur Seite stehen – ohne therapeutischen Ansatz, ohne Bedingungen an die Inanspruchnahme der Seelsorge und ohne Berichterstattung an andere Disziplinen.

Zu den Aufgaben des neugegründeten Fachausschusses gehören Fragen der Professionalisierung der humanistischen Seelsorge, die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Seelsorge anderer Weltanschauungen sowie die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit.

Anke Lauke, die beim Delegiertenrat zur Vorsitzenden des Fachausschusses gewählt wurde, erklärte, kurzfristig lägen die Ziele vor allem auf einer fachlichen Koordinierung und Profilierung schon bestehender seelsorgerischer Aktivitäten im HVD. „Dabei ist es wünschenswert, in einem zweiten Schritt Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche zu erarbeiten. Auch theoretische Grundlagen von Seelsorge und die Benennung selbst werden uns in nächster Zeit beschäftigen. Bezüglich der ja mitunter kontrovers diskutierten Frage der Seelsorge als Begriff wollen wir Flexibilität in der Benennung erhalten – gerade, um mit Grundsatzdebatten nicht praktische Initiativen zu blockieren“, so Lauke.

Bundesvorstand wieder vollständig besetzt

Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Delegiertenrates war die Wahl zwei neuer Vorstandsmitglieder. Für das Vorstandsressort „Gesellschaftspolitische Netzwerkarbeit“ wurde Christiane Friedrich gewählt; sie ist Landessprecherin der Humanistischen Gemeinschaft Hessen (HuGH). Als Vorstandsmitglied für das Ressort „Jugend“ wurde Anna Ranneberg, Vorsitzende der Jungen Humanist_innen Brandenburg, bestätigt. Bundesvorstandssprecher Erwin Kress hieß die beiden neuen Vorstandsmitglieder herzlich willkommen: „Ich freue mich sehr, dass der Bundesvorstand nun wieder voll besetzt ist und mit zwei engagierten neuen Vorständen tatkräftig an die nächsten Aufgaben schreiten kann“, so Kress.

Der Bundesvorstand berichtete außerdem beim Delegiertenrat über die Tätigkeiten des Bundesverbandes, präsentierte die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit der vergangenen Monate, zum Beispiel den erfolgreichen Relaunch des HVD-Webauftritts unter www.humanismus.de, die Gründung eines humanistischen Begabtenförderwerks, dem Bertha von Suttner-Studienwerk, sowie die Aktivitäten des Humanistischen Hilfswerks Deutschlands.

Inhalt teilen

Unsere letzten Pressemitteilungen

Irreführende Verknüpfung in der Anhörung zur Suizidhilfe im Rechtsausschuss

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages hat seine Anhörung am 28. November mit dem verqueren Titel „Sterbebegleitung/Suizidprävention“ überschrieben. Damit folgt er der Agenda der bisher größten interfraktionellen Gruppe von Abgeordneten um Castellucci, die sich erneut für ein weitgehendes Verbot von Suizidhilfe stark machen, also eine Neuauflage des im Jahr 2020 durch das Bundesverfassungsgericht gekippten Strafbarkeitsparagrafen 217 anstreben. Gleichzeitig haben die Wortführer*innen einen Antrag zur Suizidprävention eingebracht. Durch dieses Junktim zur Sterbebegleitung und Suizidprävention lenkt die Abgeordnetengruppe von ihrer verfassungswidrigen Strafrechtsnorm ab. Zudem bedeutet der vom Rechtsausschuss aus der Palliativ- und Hospizversorgung übernommene Begriff „Sterbebegleitung“, dass Hilfe beim Sterben unheilbar Kranker geleistet wird. Hingegen geht es beim Gesetzgebungsverfahren in den Entwürfen um Suizidhilfe in jeder Lebenslage. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert dieses strategische Ablenkungsmanöver von Castellucci u. a. aufs Schärfste und warnt die anderen Abgeordneten, sich hiervon irreführen zu lassen.

Weiterlesen »
Scroll to Top