HVD-Präsident gratuliert Margot Käßmann zum EKD-Vorsitz

„Wir freuen uns, dass mit Frau Käßmann erstmals eine Frau an die Spitze der evangelischen Kirche gewählt worden ist. Ihre Ansichten zur Liebesehe und zur Empfängnisverhütung unterscheiden sich von anderen in den Kirchen. Hinsichtlich der Sterbehilfe haben wir mit sehr großem Interesse Öffnungen zur Kenntnis genommen. Auch darüber hinaus erwarten wir Humanistinnen und Humanisten ethische Dialoge, trotz der grundsätzlichen Unterschiede im Bekenntnis und teils gegensätzlicher Interessen der Organisationen, wie Pro Reli / Pro Ethik in Berlin gezeigt hat,“ sagt Dr. Horst Groschopp über die Wahl von Frau Käßmann. „Kulturkämpfe“ sollten künftig vermieden werden. Der HVD hoffe auf christlich-humanistischen Dialog.

Der HVD setzt dabei in der neu gewählten Spitze der EKD auf ein nicht nur missionarisch motiviertes Interesse an den Bedürfnissen konfessionsfreier Bürgerinnen und Bürger, die inzwischen mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland und in Ostdeutschland die Mehrheit ausmachen.

In seinem parallel zu dieser Erklärung veröffentlichten Glückwunschreiben spricht der HVD-Präsident Fragen der Pluralität in der öffentlichen Erinnerungs-, Gedenk- und Trauerkultur an. Er bittet zudem die Ratspräsidentin, sich dafür einzusetzen, dass in der Kirchenprovinz Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz die „Rasterfahndung nach Kirchensteuerflüchtigen“ eingestellt wird.

„Der HVD steht für Streitgespräche und Fachdebatten zur Verfügung“, schließt Dr. Groschopp sein Glückwunschschreiben.

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