„Von der Freidenkerei zur Volksbildung“: Lesung und Diskussion mit Horst Groschopp am 10. Februar 2026 in Berlin

Lesung_Groschopp
Der Humanistische Verband Deutschlands – Bundesverband – lädt herzlich zur Buchvorstellung mit Horst Groschopp nach Berlin ein: „Von der Freidenkerei zur Volksbildung. Der ›Neue Frankfurter Verlag‹ und seine Geschichte“.

Am 10. Februar 2026, um 18 Uhr, findet in der Aula der Humanistischen Hochschule Berlin eine Lesung mit Dr. phil. habil. Horst Groschopp zu seinem 2025 erschienenen Buch „Von der Freidenkerei zur Volksbildung. Der ›Neue Frankfurter Verlag‹ und seine Geschichte“ statt. Die Veranstaltung wird von einem Podiumsgespräch mit dem Autor sowie Katrin Raczynski, Vorstandssprecherin des Humanistischen Bundesverbandes Deutschlands, und Olaf Schlunke, Bundesbeauftragter für Geschichte des Humanismus, begleitet.

Die Studie geht der Frage nach, welchen Einfluss Verlage auf weltanschaulich-politische Bewegungen haben können. Untersucht wird die Geschichte des von Arthur und Marie Pfungst gegründeten Neuen Frankfurter Verlags (1900–1936), der im frühen 20. Jahrhundert eine zentrale Rolle in der freigeistigen und humanistischen Publizistik spielte.

Groschopp zeichnet zwei Entwicklungsphasen nach: die freidenkerisch geprägte Frühzeit mit kirchenkritischer Publizistik sowie die spätere Neuausrichtung hin zur Volksbildung ab Mitte der 1920er Jahre. Dabei werden innere Spannungen sichtbar – zwischen liberal-humanistischen Bildungskonzepten, konservativen Deutungen von „Volk-Bildung“ und den politischen Umbrüchen der Zeit. Ein weiteres zentrales Thema ist die Arisierung jüdischer Stiftungen und die Zerschlagung des Verlags im Nationalsozialismus.

Die Untersuchung stützt sich auf umfangreiche Archivarbeit und bislang kaum ausgewertete Quellen, darunter das wiederentdeckte Inventuren- und Bilanzbuch des Neuen Frankfurter Verlags. Das Buch enthält zudem erstmals eine vollständige Bibliographie der Verlagsproduktion.

Über den Autor: Horst Groschopp ist Kulturwissenschaftler und einer der profiliertesten Forscher zur Geschichte des Humanismus, der Freidenkerbewegung und der Arbeiterkultur. Er war langjähriger Direktor der Humanistischen Akademien Berlin-Brandenburg und Deutschland sowie Herausgeber zahlreicher Publikationen und Schriftenreihen.

Das Buch ist im Alibri Verlag erhältlich.

Lesung und Podiumsgespräch – Von der Freidenkerei zur Volksbildung
10. Februar 2026, 18 Uhr
Humanistische Hochschule Berlin AdöR, Aula, Grabbeallee 36–40, 13156 Berlin

Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

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