Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Panels „Humanism as Multi-Strategic Resistance“ beim World Humanist Congress 2026 in Ottawa. Die Diskussion wurde von Jonas Skorzak moderiert. Auf dem Podium diskutierten internationale Humanist*innen: Monica Belitoiu aus Rumänien, Dr. Lone Ree Milkær aus Dänemark sowie Katrin Raczynski und Prof. Dr. Ralf Schöppner aus Deutschland. Letzterer hielt den einleitenden Impuls zum Thema „Balance and Resistance“.
Katrin Raczynski hob hervor, wie schwierig die demokratische Antwort auf das Erstarken der extremen Rechten bleibt: Trotz großer politischer und zivilgesellschaftlicher Anstrengungen sei es bislang nicht gelungen, diesen Trend nachhaltig umzukehren.
Umso wichtiger sei es, Menschen wieder zu erreichen, die das Vertrauen in die Politik und demokratische Institutionen verloren haben.
Humanistische Organisationen können gerade in polarisierten Zeiten einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Räume schaffen, in denen Kontroversen, unterschiedliche Perspektiven und auch Dissens ausgehalten und konstruktiv verhandelt werden können. Demokratische Erneuerung brauche deshalb möglicherweise nicht nur ein „better messaging“, sondern vor allem positive Erfahrungen: die Stärkung politischer Selbstwirksamkeit, echte Beteiligungsmöglichkeiten und ein neues Gefühl gesellschaftlicher Zugehörigkeit.
Herzlichen Dank an alle Beteiligten für diesen anregenden europäischen Austausch.


