HVD verurteilt Anschlag auf DGHS-Präsidentin

Die Bundesdelegierten-Versammlung des Humanistischen Verbandes Deutschlands bedauert sehr und verurteilt entschieden das vor kurzem verübte Buttersäureattentat auf Elke Baezner, die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS). Wortlaut des Beschlusses der Bundesdelegierten-Versammlung.

Die Begründung des Attentäters „Jetzt stinkt ihr so wie eure Opfer“ zeigt deutlich, wohin die Weigerung führt, nötige gesellschaftliche Diskussionen sachlich und ohne Vorverurteilungen zu führen.

Elke Baezner und die DGHS bringen keine Menschen um. Sie streiten, ebenso wie wir, mit Argumenten für das Recht, das eigene Leben im Ernstfall vorzeitig beenden und dafür auch Hilfe annehmen zu können.

Dies entspricht dem Willen einer übergroßen Bevölkerungsmehrheit, wie viele Umfragen belegen.

Die gesellschaftliche Diskussion darum muss geführt werden. Religiös motivierte Vorstellungen von einem gottgefälligen Sterben dürfen nicht zum Maßstab politischen Handelns gemacht werden und schon gar nicht Anlass persönlicher Verfolgung sein.

Beschlossen in Berlin am 28. Juni 2014.

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