Entsetzen und Trauer über die mörderischen Anschläge von Paris

Humanistischer Verband: Eine stärkere Unterstützung für fortschrittliche und friedliche islamische Kräfte ist nötig.

Heute nehmen auch Humanistinnen und Humanisten in Deutschland Anteil an dem Leid der von den jüngsten Terroranschlägen betroffenen Menschen und trauern mit den Angehörigen der Toten. Trotz der entsetzlichen Taten darf Reflexen der Rache kein Raum geboten werden. Die europäische Gesellschaft, nichtreligiöse ebenso wie gläubige Bürgerinnen und Bürger, müssen sich gemeinsam der mörderischen Ideologie und ihren verblendeten Handlangern wirksam entgegenstellen.

Dabei dürfen sie sich nicht verblenden lassen, den IS mit dem Islam gleichzusetzen oder pauschal einen unbegrenzten „Krieg gegen den Terror“ zu beginnen, der Konflikte eskaliert, ohne klar definierbar strategische Zielsetzungen zu entwickeln.

Klar ist hier vor allem, dass alle Anstrengungen zur Befriedung der Lage und zum Einstieg in eine friedliche Lösung der zugrundeliegenden Konflikte verstärkt werden müssen. Dazu gehört auch, fortschrittliche islamische Kräfte bei ihren Bemühungen um Frieden, Freiheit und Humanität zu unterstützen.

Allen politischen Kräften, welche diese schrecklichen Mordtaten von Paris zum Vorwand nehmen, jetzt auf europäischer Ebene die Fehler des „Krieges gegen den Terror“ oder gar im Geiste eines „Krieges der Kulturen“ zu wiederholen und die Feindseligkeiten gegen alle Muslime eröffnen, treten wir Humanistinnen und Humanisten klar entgegen.

Inhalt teilen

Unsere letzten Pressemitteilungen

Internationaler Frauentag: Errungenschaften der Gleichberechtigung verteidigen

Zum Internationalen Frauentag erinnert der Humanistische Verband Deutschlands daran, dass die Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen keine Selbstverständlichkeit sind. Gerade in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit geraten mühsam erkämpfte Rechte unter Druck. Der Verband ruft dazu auf, diese Errungenschaften aktiv zu verteidigen und Wege zu finden, mit den Herausforderungen der Gegenwart umzugehen – ohne in überholte Geschlechterrollen zurückzufallen.

Weiterlesen »
Nach oben scrollen