Humanistischer Verband unterstützt das zentrale Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie

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Lydia Skrabania

Bundesreferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Erwin Kress

Vorstandssprecher des Bundesverbandes

Bild: Mark Bonica | CC BY 2.0 Generic

Wir trauern um die Menschen, die im Kontext der Pandemie gestorben sind, Seite an Seite mit deren Familien, Weggefährt*innen, Freund*innen, Nachbar*innen und Kolleg*innen. Der Der HVD ruft dazu auf, sich bei einer zentralen Gedenkfeier am Sonntag symbolisch durch Entzünden einer Kerze zu beteiligen.

„Wir stecken noch tief drin in dieser Corona-Pandemie. Wir haben schon knapp 80.000 Menschen in Deutschland durch das Virus verloren. Und trotz der Impfkampagne füllen Opfer der Pandemie wieder die Betten auf den Intensivstationen“, sagt HVD-Vorstandssprecher Erwin Kress. Der Humanistische Verband Deutschlands hält es für inhuman, wenn Zeitgenossen weiterhin die Gefährlichkeit des Coronavirus leugnen. Dies verkennt bereits die Umstände, unter denen die meisten COVID-19-Opfer gestorben sind: allein, ohne Trost, ohne, dass Angehörige sich verabschieden konnten. „Wir müssen uns in der Krise solidarisch verhalten. Wir müssen das große Leid der Hinterbliebenen zur Kenntnis nehmen und nach Möglichkeit mittragen“, so Kress weiter.

Der Humanistische Verband Deutschlands begrüßt daher, dass das Leid der Hinterbliebenen gesehen wird und ihr Verlust einen öffentlichen Ausdruck findet: Am 18. April 2021 um 13 Uhr richtet Bundespräsident Steinmeier im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin eine zentrale Gedenkfeier für die in der Corona-Pandemie Verstorbenen aus. Aufgrund der Pandemielage werden an dem Gedenken vor Ort nur die Vertreter*innen der anderen Verfassungsorgane und fünf Vertreter*innen von Hinterbliebenen teilnehmen. Jede*r von uns kann jedoch sein Mitgefühl, seine Trauer und Anteilnahme dadurch zum Ausdruck bringen, dass wir zum Gedenken an Opfer und Hinterbliebene eine Kerze anzünden. Das kann idealerweise zum Zeitpunkt der Gedenkveranstaltung geschehen.

Christian Lisker, Projektleiter für Humanistische Feierkultur im Landesverband Berlin-Bandenburg, betont: „Angesichts des Todes sind alle Menschen gleich, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter und Weltanschauung. Eine solche Gedenkfeier ist daher ein menschenwürdiger und humanistischer Akt.“

Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, wird der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg den Totensonntag am 21. November 2021 als öffentliche Feier im Gedenken der weltweiten Opfer der Pandemie, der Verstorbenen und ihrer Angehörigen, begehen. Mehr Infos dazu hier.

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