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Freedom of Thought Report 2023: Humanistisches Engagement für Demokratie

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Beitragsbild: Humanists International

Unsere Partnerorganisation Humanists International hat den Freedom of Thought Report 2023 veröffentlicht. Der Bericht untersucht die Freiheit und Menschenrechte von Humanist*innen, Atheist*innen und nichtreligiösen Menschen weltweit. Der Schwerpunkt des diesjährigen Berichts liegt auf der Verteidigung der Demokratie.

Die 12. Ausgabe des Freedom of Thought Report beleuchtet die Rechts- und Menschenrechtssituation nichtreligiöser Menschen weltweit. Der Bericht stellt fest, dass Humanist*innen in 186 Ländern diskriminiert werden. Die Formen der Diskriminierung und Benachteiligung sind vielfältig:

  • Regierungsvertreter*innen oder staatliche Stellen grenzen nichtreligiöse Menschen offen aus oder stacheln zu Hass oder Gewalt gegen sie an.
  • Es ist illegal oder wird nicht anerkannt, sich als Atheist*in oder nichtreligiöser Mensch zu bezeichnen.
  • Es gibt eine Staatsreligion.
  • Nichtreligiöse Menschen dürfen zumindest bestimmte Ämter nicht bekleiden.
  • Die Gesetzgebung des Staates leitet sich ganz oder teilweise aus dem religiösen Recht ab.
  • Blasphemie ist strafbar.
  • Religiöse Gerichte mischen sich in familiäre oder moralische Angelegenheiten ein.
  • Es ist schwierig oder illegal, sich offen humanistisch zu organisieren.
  • In staatlich finanzierten Schulen gibt es verpflichtenden Religionsunterricht ohne säkulare oder humanistische Alternative.

Der Freedom of Thought Report zeigt demgegenüber zahlreiche inspirierende Beispiele für humanistisches Engagement weltweit. „In einer Zeit, in der die Grundlagen der Demokratie weltweit in Frage gestellt werden, ist es von entscheidender Bedeutung, die Rolle anzuerkennen, die Humanist*innen bei der Verteidigung und Wiederbelebung demokratischer Institutionen spielen“, erklärt Andrew Copson, Präsident von Humanists International. „Ob sie sich für den Säkularismus einsetzen, die Menschenrechte fördern, LGBTI+-Rechte verteidigen oder gegen Diskriminierung und Ungleichheit kämpfen, Humanist*innen stehen in diesen entscheidenden Kämpfen an vorderster Front.“

HVD-Bundesvorstand Katrin Raczynski erklärt: „Das unermüdliche Engagement von Humanist*innen weltweit inspiriert uns alle. Wir müssen gemeinsam daran weiterarbeiten, die Demokratie zu verteidigen und zu stärken. Die weltweite Diskriminierung nichtreligiöser Menschen werden wir nicht länger hinnehmen. Der Freedom of Thought Report ist für uns alle ein Ansporn zum Handeln.“

Der 12. Freedom of Thought Report kann auf der Webseite von Humanists International heruntergeladen werden.

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